Operationsindikationen

Die Entscheidung zu eine Bandscheibenoperation muss ganz individuell zwischen Patienten und Neurochirurgen besprochen werden. Bei dieser Entscheidung fließen vielen Faktoren ein wie Art und Dauer der Symptome, Größe und Lokalisation des Bandscheibenvorfalls, Alter und Gesundheitszustand des Patienten, Ausmaß der körperlichen Aktivität, Erwartungen in die Operation….

Man kann nur Empfehlungen geben um dem Patienten die Entscheidung zu einer Operation zu erleichtern. Bei folgenden Beschwerden würde man zu einer Bandscheibenoperation raten:

Myelopathie (Rückenmarksschaden)

Dabei handelt es sich um radiologische Zeichen eines Rückenmarkschadens. Diese können vorhanden sein ohne neurologische Beschwerden zu verursachen. In diesen Fällen sollte eine Operation geplant werden um einem dauerhaften Rückenmarksschaden vorzubeugen. Besteht bereits eine beginnende Querschnittslähmung, dann sollte rasch operiert werden.

Hochgradige frische Muskellähmungen

Muskellähmungen werden von Patienten sehr unterschiedlich empfunden. So können leichte Lähmungen sportliche Patienten beeinträchtigen, während diese von anderen Patienten im alltäglichen Leben gar nicht wahrgenommen werden. Prinzipiell kann man sagen: Je länger eine Lähmung besteht, umso geringer ist die Chance auf deren Rückbildung. Das heißt, je früher man operiert, umso größer sind die Erfolgsaussichten.

Therapieresistente Schmerzen über mehrere Wochen

Wird ein Bandscheibenvorfall über mehrere Wochen (ca. 5-8 Wochen) konservativ behandelt, und es kommt zu keiner den Patienten befriedigenden Besserung, dann besteht ebenfalls eine Operationsindikation.