Komplikationen

Die möglichen Komplikationen entsprechen den Komplikationen der Bandscheibenoperationen im Halswirbelsäulenbereich beziehungsweise im Lendenwirbelsäulenbereich.

Mögliche Komplikationen bei Eingriffen im Lendenwirbelsäulenbereich

Hirnwasserleck (0,3-13%)

Bei besonderen anatomischen Verhältnissen wie Verwachsungen kann es beim Eingriff zu einer Verletzung des Nervenwurzelsackes kommen. Aus dieser Lücke kann dann Hirnwasser austreten. Normalerweise ist es gut möglich diese Lücke während der Operation zu verschließen. Der Hirnwasserverlust kann nach der Operation für kurze Zeit zu Kopfschmerzen führen. Eventuell ist nach der Operation eine Bettruhe für wenige Tage notwendig.

Rezidivvorfall (4% innerhalb von 10 Jahren)

Bei der Bandscheibenoperation wird nur ein Teil des Bandscheibengewebes entfernt. In seltenen Fällen kann ein Teil des verbleibenden Bandscheibengewebes wieder austreten und einen neuerlichen Bandscheibenvorfall verursachen. Dies kann in den ersten Tagen nach einer Operation auftreten, aber auch erst nach Jahren.

Blutung

Kommt es im Operationsgebiet zu einer Nachblutung, dann tritt diese meist innerhalb des ersten Tages nach dem Eingriff auf. Die Blutung kann durch Druck auf den Nerven wieder Schmerzen verursachen. In seltenen Fällen ist eine neuerliche Operation zur Entleerung der Blutung erforderlich

Infektionen

Um eine Infektion zu verhindern wird während der Operation eine antibiotische Abschirmung vorgenommen. Dennoch kann es zu einer oberflächlichen Wundinfektion kommen (1-5%), deutlich seltener zu einer tiefen Infektion im Bandscheibenraum (Spondylodiscitis <1%). Diese Infektionen sind langwierig und benötigen eine längere antiobiotische Therapie. Gelegentlich auch eine neuerliche Operation oder eine wochenlange Bettruhe erforderlich.

Seltenste Komplikationen

Komplikationen wie Nervenverletzungen, Caudasyndrom oder eine Verletzung der großen Blutgefäße im Bauchraum sind theoretisch möglich, aber mit den heutigen Operationsmethoden extrem unwahrscheinlich.

 

Mögliche Komplikationen bei Eingriffen im Halswirbelsäulenbereich

Eingriffe von vorne (Ventrale Discektomie, Bandscheibenprothese)

  • Schluckstörungen (50% meist nur vorübergehend, 5% bleibend) Sind die häufigsten Komplikationen. Treten bei der Hälfte der Patienten auf, bilden sich jedoch in den meisten Fällen wieder zurück. Äußern sich mit Schwierigkeiten beim Schlucken, Schmerzen beim Schlucken und einem Fremdkörpergefühl im Hals.
  • Stimmlippenlähmung (11% meist nur vorübergehend, 4% bleibend) Bildet sich meist wieder zurück. Kommt durch eine Druckschädigung eines Nerven im Operationszugang zustande. Äußert sich meist mit Heiserkeit.
  • Infektionen (<1%) Um eine Infektion zu verhindern wird während der Operation eine antibiotische Abschirmung vorgenommen. Dennoch kann es zu einer oberflächlichen Wundinfektion kommen. Selten auch eine neuerliche Operation erforderlich.
  • Blutung Kommt es im Operationsgebiet zu einer Nachblutung, dann tritt diese meist innerhalb des ersten Tages nach dem Eingriff auf. Die Blutung kann durch Druck auf die Speiseröhre und Luftröhre zu Schluck und Atembeschwerden führen. In seltenen Fällen ist eine neuerliche Operation zur Entleerung der Blutung erforderlich
  • Seltene Komplikationen In seltensten Fällen kann es zu Verletzungen der Luft.- oder Speiseröhre kommen, sowie der großen Halsschlagadern. Verletzungen des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln sind ebenso extrem selten.

Eingriffe von hinten (Dorsale Foraminotomie nach Frykholm)

  • Bei diesem Operationszugang sind Komplikationen extrem selten. Durch die Manipulation an der Nervenwurzel kann es zu einer „Beleidigung“ der Nervenwurzel kommen. Dies äußert sich in Sensibilitätsstörungen, Schmerzen oder einer Lähmung, die sich meist schnell zurückbildet.
  • Infektionen und Blutungen sind sehr selten.